Letzte Aktualisierung der Termine: 15.11.2008.

Kein Kommentar / Berlin

»Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.« (Karl Marx)

 

Der Rote Freitag

Um mit dem GegenStandpunkt ins Gespräch zu kommen, gibt es Gelegenheit jeden 1. Freitag und 3. Freitag im Monat. Jeweils 18.30 Uhr werden im »BAIZ«, Christinenstraße 1 (Ecke Torstraße, Nähe U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz), aktuelle oder grundsätzliche Themen vorgestellt und diskutiert.

Wer der Auffassung ist, er habe Einwände dagegen, dass und wie die Herrschaft ihre Untertanen einspannt und dass und wie die Unternehmer den Einsatz ihrer Mitarbeiter nach dem Kriterium der Rentabilität vornehmen, der findet dort Gelegenheit, Gründe, Absichten und Methoden der Herren über Krieg & Frieden und der lohnenden Arbeitsplätze kennenzulernen. Das erspart vielleicht, Zeit in VoKüs oder bei Gewalt- & Strategiedebatten, am Bauzaun oder auf Soliparties zu verplempern, sich mit falschen Gegnern oder mit untauglichen Argumenten zu befassen.

 

21.11.2008 Um Frieden betteln ist nicht das Gleiche wie gegen Imperialismus kämpfen!

Diese Thesen/Fragen stehen u.a zur Debatte:

05.12.2008 „Kernschmelze“ des Finanzsystems weltweit

In der Öffentlichkeit werden jede Menge Lügen verbreitet über die Ursachen dieser Krise und die vorgesehenen Heilmittel der Politik. Einige Wahrheiten darüber, was es heißt, im Kapitalismus zu leben, werden dabei schlagartig sichtbar:

Alles: das Arbeiten und Kaufen, das Leben und Überleben, ist abhängig von den Höhen und Tiefen des Finanzgeschäfts. Wenn Börsianer und Bankiers mit ihrer Bereicherung scheitern, dann scheitert alles – und den Leuten droht schlagartig der Verlust ihrer Einkommen und Ersparnisse. Die Öffentlichkeit fragt nicht nach Ursachen, sondern kennt Schuldige :

Geldgierige Finanzkapitalisten, nachlässige Politiker, die ihre Aufsichtspflicht versäumt haben, überhaupt das Fehlen von Regeln und Gesetzen für verantwortungsvolles Spekulieren.

War denn der Staat vorher nicht eingemischt? Staatliche Tat verpflichtet die Ökonomie auf das Wachstum des investierten Kapitals, also Geldvermehrung-  und erschrickt im Krisenfall, wenn es nicht mehr da ist.

Dieser Gau gehört zu dem System dazu, behaupten wir.

23.01.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

06.02.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

20.02.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

06.03.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

20.03.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

03.04.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

17.04.2009 Thema wird noch bekannt gegeben

Teach-Ins

Politikwissenschaftliche Referate und Diskussion

20.11.2008 (Donnerstag), 18.00 Uhr, Freie Universität (FU), Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 1 A (Nähe U-Bahnhof Dahlem-Dorf),
Referent: Dr. Rolf Röhrig

Mit "Produktionsfaktorentheorie" und "subjektiver Wertlehre" gegen die Erklärung des Werts - Bürgerliche Ökonomie contra Marx: ein Leistungsvergleich.

Im Kapitalismus wird Arbeit verrichtet nicht für die Herstellung nützlicher Güter, sondern für die Vermehrung von Geld. Dessen Wachstum ist der Zweck allen Produzierens. Das war Marx nicht nur eine Analyse, sondern auch eine Kritik wert. Ein Reichtum, der sein Maß im Arbeitsaufwand hat, wächst nur im Grad der Mühen, die aufs Produzieren verwandt werden. Er besteht gerade nicht in der Leichtigkeit, mit der die arbeitende Menschheit sich die Notwendigkeiten und Genüsse des Lebens verschafft, sondern erfordert gerade das Gegenteil. Es ist die Gesellschaft die reichste, in der möglichst viele Leute möglichst lange arbeiten, an modernsten Maschinen natürlich. Nutznießer eines solchen abstrakten Reichtums können gar nicht die Arbeiter sein. Umgekehrt, sie dienen ihm mit ihrer ganzen Lebenskraft. Es ist nicht zu übersehen: Die Werte, die durch die Verausgabung von Arbeit geschaffen werden, gehören im Wesentlichen jenen, die nicht selber arbeiten, sondern andere arbeiten lassen. Das Kapital wächst, das seinen Eigentümern Gewinn, Zins oder Grundrente abwirft. Nur der Arbeiter selber wird ärmer und muss nach 150 Jahren kapitalistischem Wachstum um einen Mindestlohn betteln.
Marx Kritik hat die moderne bürgerliche Ökonomie nicht ruhen lassen. Nicht dieser oder jener Fehler, die politische Konsequenz seiner Theorie war unerträglich. Die Volkswirtschaftslehre versteht sich daher seit ihren Anfängen als Gegenprogramm in antikritischer Absicht. Gegen die „Arbeitswertlehre" stellt sie ihre „Theorie der Produktionsfaktoren“: Ausbeutung wird zu einem Gemeinschaftswerk dreier Kräfte, die auf den Namen Boden, Kapital und Arbeit hören und sich das Produktionsergebnis angeblich nach Maßgabe ihres nützlichen Beitrags teilen. Gegen die „objektive Wertlehre“ entwirft sie eine „subjektive“: Der Preis der Ware, der jedes Bedürfnis vom nützlichen Gut trennt, wird darin zum Ausdruck subjektiver Wertschätzung prinzipiell knapper Güter, damit Wünsche und Gütermenge zu einem vernünftigen Ausgleich kommen. Und der Markt, den Marx in der Wirklichkeit als Konkurrenz der Betriebe um lohnende Preise angetroffen hat, gerät den Freunden der „invisible hand“ zu einem rundum gelungenen Kundendienst: Das Publikum ordert mit seinen Geldscheinen beim Einkauf Qualität und Menge des Angebots, das die Nachfrage bedient.
Zwei Theorien, aber nur eine Welt. Es lohnt sich, den Leistungsvergleich einmal ernsthaft durchzuführen, den die moderne Volkswirtschaftslehre gegen Marx ausgerufen hatte und für sich entschieden zu haben meint.

 

GegenStandpunkt & Diskussion

02.12.2008 (Dienstag), 19.00 Uhr, Festsaal Kreuzerg, Skalitzer Str. 130, (Nähe U-Bahnhof Kottbusser Tor),
Referent: Dr. Theo Wentzke

Internationale Finanzkrise: Wenn Banken krachen ...

In der letzten Septemberwoche erklärt die US-Regierung ihre Absicht, nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers keine weitere große Bank mehr scheitern zu lassen. Dafür will der Finanzminister den Banken für 700 Milliarden Dollar ihre wertlosen Wertpapiere abkaufen und sie so mit frischem Geld versorgen. Das Rettungspaket löst im US-Kongress und in der Öffentlichkeit heftige Kontroversen aus: Man bemerkt die Vorzugsbehandlung, die das Spekulationsgewerbe genießt, und fragt kritisch, ob es denn Aufgabe des Staates sei, die „Zocker“ der Investmentbanken mit „dem Geld der Steuerzahler“ herauszuhauen und gescheiterten Spekulanten das Vermögen zu retten. Linke Demonstranten und rechte Republikaner protestieren gegen den „Wall-Street-Sozialismus“: „No bail out!“
Mit Beginn Oktober ist die Debatte erledigt. Ob der Staat die Spekulanten retten soll, ist überrundet durch eine fundamentalere Erkenntnis: Er muss – Gerechtigkeit hin oder her! Denn an zusammenbrechenden Banken hängt das Bankensystem und an dem die ganze Wirtschaft und ihre Konjunktur. Von der Gesundheit des Spekulationsgewerbes leben nicht nur Rendite und Wachstumsrate des Finanzkapitals, von ihm lebt offenbar das Geldverdienen der gesamten Gesellschaft: Wenn die Unternehmen Kredit nicht mehr bekommen können, wenn sie Investitionen und andere Erfordernisse ihres Geschäfts nicht vorfinanzieren können, können sie überhaupt kein gewinnbringendes Geschäft machen. Und wenn deren Bereicherung nicht klappt, dann fällt auch der „Segen“ aus, den ein florierender Kapitalismus für die Massen bereithält: Arbeit! Tatsächlich: Wenn es den Jongleuren an den Börsen und in den Bankpalästen nicht gelingt, ihre Einsätze rentabel zu vermehren, gibt es für die Eigentumslosen im Land keine Gelegenheiten, sich durch den Dienst an fremdem Reichtum einen Lebensunterhalt zu erarbeiten.
Damit nicht genug. Mit einem Schlag kommt öffentlich zu Bewusstsein, dass auch das schon verdiente und zurückgelegte Geld – keineswegs nur das der Reichen – auf dem Spiel steht. Das Ersparte existiert gar nicht anders als in Form gefährdeter Bankguthaben und Wertpapiere, deren Geldwert sich mit dem Zusammenbruch der Emittenten in Luft auflöst. Die private Altersvorsorge, die Lebensversicherung – alles ist weg, wenn die Banken und Versicherungsgesellschaften, die es eingesammelt und in spekulative Investments gesteckt haben, Pleite gehen.
Noch eine Woche später weicht die Auffassung, dass der Staat die Banken retten muss, den Zweifeln, ob er das überhaupt kann. Täglich treten Staats- und Regierungschefs, Finanzminister sowie Notenbankchefs vor die Presse und verkünden neueste Staatshilfen zur Stabilisierung des Finanzsektors. Inzwischen garantiert die Obrigkeit fast überall unbegrenzt die Spareinlagen, europaweit will man keine wichtige Bank mehr krachen lassen, weltweit senken Zentralbanken die Zinsen, um den Privatbanken das Gewinne-Machen zu erleichtern und Kredit geben sie ihnen sowieso ohne Ende. Nach jeder Ankündigung wartet alles gespannt auf die Öffnung der Börsen am nächsten Morgen: Honorieren die Anleger den Schritt, schenken sie den Garantien Glauben und setzen sie wieder Vertrauen ins Spekulieren – oder bringt das alles nichts und der Staat muss mit Hilfen und Garantien noch weiter gehen? Wie zum Beispiel die britische Regierung. Sie gibt es auf, die bankrotten Institute mit Kredit über Wasser zu halten, und nimmt sie gleich unter Staatsregie, um ihre Funktion aufrecht zu erhalten.
Langsam kommt die Frage auf, ob sich die Staaten die Garantie und Übernahme all der schlechten Schulden denn leisten können. Den einen, dem kleinen Island etwa, steht der Staatsbankrott ins Haus, größere Staaten drohen gerade durch ihre Rettungsaktionen die Stabilität ihrer Währung zu ruinieren, das Wort Währungsreform wird wiederentdeckt. Nicht nur der Wert des Geldes, das auf dem Bankkonto liegt, sondern auch der Wert der Geldscheine, die im Geldbeutel ihrer Besitzer stecken, hängt davon ab, dass der Staat, der es herausgibt, über einen funktionierenden Bankensektor verfügt.
Der Herbst 2008 ist wie ein Crashkurs zur Frage, was es heißt, im Kapitalismus zu leben. Schlechterdings alles – Arbeiten, Kaufen, Leben und Überleben – ist eine abhängige Variable des Finanzgeschäfts. Wenn Börsianer und Bankiers mit ihrer Bereicherung scheitern, dann scheitert alles: Wer Eigentum hat, ist schlagartig enteignet; wer außer seiner Arbeitskraft und ein paar bescheidenen Ersparnissen nichts besitzt, stürzt ins Elend.
Das Volk wird von den Medien mit Nachrichten aus der Welt der „Reichen und Gierigen“ und über die „großen Mühen“ beliefert, die sich die Mächtigen der kapitalistischen Nationen geben, die Finanzkrise zu „bewältigen“. So wird es beschäftigt, mit Hoffen und Bangen die Rettung des Finanzsystems zu begleiten, damit die Absurdität weitergehen kann, dass sein Überleben vom Florieren des Finanzkapitals abhängt.

Da wir nicht wollen, dass die Abhängigkeit vom erfolgreichen Geschäfte-Machen weiter besteht und es weitergeht wie bisher, wollen wir uns erklären: Was der Kollaps des Finanzsystems über den Reichtum der kapitalistischen Nationen lehrt.

 

Politikwissenschaftliche Referate und Diskussion

13.01.2009 (Dienstag), Freie Universität (FU), Referentin: Dr. Margaret Wirth

Warum der rationelle Kern der Frauenfrage mit der Forderung nach Gleichberechtigung nicht erledigt ist

  1. Das Leben vieler Frauen ist voll von Opfer und Entbehrung – ist deshalb die Unterdrückung der Frau der Zweck dieser Gesellschaft?
  2. Welche Rolle spielt das Geschlechterverhältnis tatsächlich in dieser Gesellschaft?
  3. Was ist davon zu halten, die mindere Wertschätzung der Frau zu beklagen und ihr Recht auf Gleichberechtigung und Anerkennung zu fordern?
  4. Was ist von der vorzüglichen Moralnatur der Frau zu halten, die in Harmonie und Einheit mit der Natur ihre Erfüllung findet?
  5. Wie ist es zu erklären, dass die "Frauenfrage" längst offizielle Anerkennung erfahren hat - und sich an der Lage der Frau gar nichts bessert?

 

Aufzeichnungen

Für die Aufzeichnungen zur Wissenschaftskritik, die sich nicht mehr auf dieser Seite befinden, verweisen wir auf das Sozialreferat. Weitere Vorträge zu aktuellen politischen Themen der Gegenstandpunkt-Redaktion sind auf ArguDiss zu finden.

Dr. Peter Decker: Herrschaft, auf dem Willen der beherrschten beruhend - Freiheit und Eigentum - Gleichheit - Beherrschung des Gegensatzes der Konkurrenz
(Vortragsmitschnitt (ca. 22 Mbyte))

Dr. Freerk Huisken: Jugendgewalt in Deutschland. Der Staat macht sich stark gegen seine Früchtchen. Ein Lehrstück über befugte und unbefugte Gewalt.
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext)

Manfred Freiling: Wie Agrargeschäft und Versorgungsnöte zusammengehören und wie sie politisch betreut werden - ein Lehrstück in Sachen Reichtum und Armut im globalen Kapitalismus
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Egbert Dozekal: Wer verdient warum wie viel? Über die Einkommen im Kapitalismus und ihre Quellen - einschließlich der Kritik der verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen.
(Vortragsmitschnitt (ca. 36 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Theo Wentzke: Die Finanzkrise - eine weitere Leistung des schnöden Mammons.
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext)

Jonas Köper: Die Linke - das trostlose Angebot an Geschädigte, sie politisch zu betreuen und zu vertreten.
(Vortragsmitschnitt (ca. 41 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Herbert Fertl: Wie eine (anti-) terroristische Vereinigung demokratischer Staaten den Weltfrieden durchsetzen will
(Vortragsmitschnitt (verbessert, ca. 43 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Freerk Huisken: Zur Kritik der "Hirnforschungs"- Debatte". Hirnforscher machen mobil - gegen den Verstand
(Vortragsmitschnitt (ca. 39 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Theo Wentzke: Die Moral - das gute Gewissen der Klassengesellschaft im Kapitalismus.
(Vortragsmitschnitt (ca. 33 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Peter Decker: Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus.
(Vortragsmitschnitt (ca. 33 Mbyte) und Ankündigungstext und Zitate (korr.))

Dr. Margaret Wirth: Was will Deutschland, was will Europa auf dem Kriegschauplatz Naher Osten?
(Vortragsmitschnitt (ca. 33 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Theo Wentzke: Soziologie: "Abgehängtes Prekariat", "Unterschicht" - Die Sozialforschung interpretiert die Ergebnisse der politischen Verarmungsstrategie: Es gibt kein Proletariat und keine Klassen, sondern eine Ansammlung von lauter zufälligen Notlagen.
(Vortragsmitschnitt (ca. 25 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Freerk Huisken: Kritik - wie geht das?
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Theo Wentzke: 'Linksruck' in Lateinamerika.
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext)

Dr. Egbert Dozekal: Der G8-Gipfel und seine Kritiker.
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext und Diskussion)

Dr. Theo Wentzke: Das Geld.
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext)

 

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