Letzte Aktualisierung der Termine: 09.07.2010.
»Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.« (Karl Marx)
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GEGENSTANDPUNKT 2-2010 ist am 11.06.2010 erschienen.
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Um mit dem GegenStandpunkt ins Gespräch zu kommen, gibt es Gelegenheit.
Jeweils einmal im Monat werden ab 18.30 Uhr im »BAIZ«, Christinenstraße 1 (Ecke Torstraße, Nähe U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz), aktuelle oder grundsätzliche Themen vorgestellt und diskutiert.
09.07.2010
Der griechische Staatsbankrott, seine Ursachen und Folgen
Die Finanzkrise geht in die nächste Runde und ruiniert Instanzen , die bisher als die mächtigen Retter der Banken und der Konjunktur aufgetreten sind: Staaten, zunächst Griechenland, aber auch Portugal und Spanien stehen vor dem Bankrott, um das Vertrauen des Finanzkapitals in den Euro wird gerungen.
Schon wieder ist ein Akt der Spekulation dabei, die Welt zu erschüttern und einige Aufklärung über die kapitalistische Welt abzuliefern: über das moderne Geld, über die Grundlagen der Finanzmacht der Staaten, über den inneren Imperialismus in der europäischen Union und über die waghalsige Konstruktion einer europäischen Weltwährung ohne europäische Weltmacht.
Das Publikum kriegt in der Frage nichts als nationalistische Hetze gegen die Griechen und ihre angebliche Verschwendungssucht mitgeteilt, so als hätte der griechische Rentner und nicht das Finanzkapital von den Staatsschulden des Landes profitiert.
Es wird also Zeit, etwas Objektives über die politökonomische Weltlage zu vermelden.
Teil II
Was hat diese Spekulation mit der EU und dem Euro zu tun, und worauf zielen die Rettungsaktionen der mächtigen Euro-Staaten?
Sommerpause
17.09.2010 und 08.10.2010
Nach Jahrzehnten Frontstadt und Realem Sozialismus: das private Grundeigentum ist in seiner Macht re–etabliert und die Hauptstadt Berlin hat eine neue alte Soziale Frage.
Die Wohnungsfrage im Kapitalismus
1. Nach etlichen Jahren Hauptstadtdasein wird Wohnen in Berlin offenbar so kapitalistisch-normal, dass es in die Schemata der stadtsoziologischen Sparte „Gentrifizierung“ passt: Sys-tematisches „Aufhübschen“ der Innenstadt und „Luxussanierungen“ führen zu steigende Mieten in Berlin und zu einem „Austausch“ ganzer Bevölkerungen aus bestimmten Stadttei-len, die sich mit ihren Einkommen aus schlecht bezahlter Arbeit bzw. Renten und Hartz IV eben diese nicht mehr leisten können. Die 25% - 30% Armen, die Berlin bevölkern, müssen zusehen, ob sich zu ihren durch Geldnot geprägten Überlebensproblemen auch noch das Pech gesellt, in einem plötzlich „attraktiv gewordenen“ Stadtteil zu wohnen. Was ihnen in aller Regel neue Überlebensprobleme beschert, nicht selten angereichert mit Schikanen ihrer pri-vaten bzw. wohnbaugenossenschaftlich organisierten Grundeigentümer, sowie den Hartz IV-lern unter ihnen Umzugsnötigungen ihrer Arbeitsagenturen und Job-Center.
Mieterrechtsanwälte bekommen Zulauf, Mieterproteste und Aktionen wie die „Kampagne gegen steigende Mieten“ bzw. „Wir bleiben alle“ häufen sich. Sie wollen die „Wohnungsfrage“, die Berliner Mietern aufgetischt wird, nicht kampflos hinnehmen. Ihre Organisatoren wollen den Stadtstaat Berlin dazu nötigen, „wieder“ verstärkt Mieterschutz einzuführen bzw. sozialen Wohnungsbau zu subventionieren. Gentrifizierungstheoretiker sehen all diese Proteste aufgrund ihrer Marktstudien als wohl begründet an und kritisieren eine mangelnde staatliche Regulierung des Wohnungsmarkts, die ausgleichend zwischen „armen“ und „reichen“ Wohnungsinteressenten einerseits, den eingesehenen wie übertriebenen Ansprüchen des Grundeigentums anderseits wirken sollte.
2. Der Stadtstaat Berlin und seine eigens für die Vermarktung städtischen Grundeigentums gegründete Investitionsbank IBB tun derweil alles, um eben diese Wohnungsfrage für die „Armen“ der Stadt zu verallgemeinern – und ihre „Wohnungsfrage“ zu „lösen“: Berlin wird mit allen Mitteln der Standortpolitik für Investoren jedweder Branche attraktiv gemacht und die Spekulation auf einen boomenden Wohnungsmarkt gefördert. Die Armut der ansässigen Berliner Bevölkerung befinden sie ebenso zynisch wie sachgerecht als Störquelle für dieses Vorhaben.
„Berlin verzeichnet seit einigen Jahren einen stabilen Zustrom von neuen Einwohnern. Dennoch (!) ist ein großer Teil der Nachfrage durch die ansässige Wohnbevölkerung bestimmt. Deshalb ist für das Geschehen am Wohnungsmarkt das örtliche Einkommensniveau von großer Bedeutung. In diesem Niveau, das seit Jahren deutlich unterhalb des Durchschnitts anderer Großstädte liegt, besteht daher nicht nur aus unserer Sicht das größte Hemmnis (!) für eine entsprechende Nachfrageentwicklung. Auch die befragten Investoren benennen diesen Punkt als Marktproblem Nr. 1“ (Investitionsbank Berlin, IBB Jahresbericht 2009)
Auf den beiden Diskussionsveranstaltungen wollen wir folgendes klären:
1. Grundrisse der Polit-Ökonomie des kapitalistischen Grundeigentums
Warum ist die Wohnungsfrage im Kapitalismus eine Systemfrage? Ist das mit dem Gegensatz von „arm“ und „reich“ im Einkommensniveau richtig gekennzeichnet? Was ist die elementare Leistung des Staates für das Grundeigentum – so dass sich die Vorstellung eines „Rechts auf Wohnen“ als beschönigende Gerechtigkeitsvorstellung erweist?
2. Prinzipien der sozialstaatlichen Betreuung der produzierten Wohnungsfrage
Zur Zeit keine Veranstaltung
Freerk Huisken: Schwarzrotgoldenes Balltreten zur Ehre der Nation: Alle Deutschen werden Brüder Vortragsmitschnitt (ca. 26 Mbyte - es sind nur die ersten 8 Minuten der anschließenden Diskussion verfügbar) 08.06.2010
Freerk Huisken: Wieso, weshalb, warum macht die Schule dumm? Vortragsmitschnitt (ca. 46 Mbyte) 29.04.2010
Theo Wentzke: Griechenlands Staatsbankrott Vortragsmitschnitt (ca. 38 Mbyte) 27.04.2010
Demokratische Meinungsbildung - wie geht das? Eine Woche BILD und SPIEGEL im Januar 2010: Der schwarz-rot-goldene Durchblick und seine Textbausteine - Die Welt durch die Brille des patriotischen "Wir"! Vortragsmitschnitt (ca. 41 Mbyte) 25.01.2010
Dr. Rolf Röhrig: Wie der Kapitalismus das Klima versaut und worum die Staaten sich streiten - Ideologien und Wahrheiten über die Naturzerstörung durch den globalisierten Kapitalismus Vortragsmitschnitt (ca. 37 Mbyte) 15.12.2009
Renate Dillmann: 60 Jahre VR China. Mao und seine Erben auf ihrem langen Marsch zur Weltmacht - Eine marxistische Anlayse (Vortragsmitschnitt Teil_1 und Teil_2 (jeder ca. 22 Mbyte) und Ankündigungstext) 26.11.2009
Theo Wentzke: Lehren aus zwei Jahren Weltwirtschaftskrise Vortragsmitschnitt (ca. 36 Mbyte) 27.10.2009
Margaret Wirth: Die Wahl - Eine Sternstunde demokratischer Herrschaft (Vortragsmitschnitt (ca. 36 Mbyte) und Ankündigungstext) 08.09.2009
Prof. Dr. Egbert Dozekal: Die Krise der „Realwirtschaft“ - bringt die Kritik der kapitalistischen Produktionsweise zur Anschauung (Vortragsmitschnitt (ca. 42 Mbyte) 25.06.2009)
Dr. Rolf Röhrig: Die Moral und ihre großen Werte - nichts wert! (Vortragsmitschnitt (ca. 30 Mbyte) 26.05.2009)
Dr. Theo Wentzke: Zur internationalen Finanzkrise: Der Staat will die Banken retten - warum?
(Vortragsmitschnitt (ca. 30 Mbyte) und Ankündigungstext) 27.01.2009
Dr. Margaret Wirth: Warum der rationelle Kern der Frauenfrage mit der Forderung nach Gleichberechtigung nicht erledigt ist
(Vortragsmitschnitt (ca. 30 Mbyte) und Ankündigungstext) 13.01.2009
Dr. Theo Wentzke: Zur internationalen Finanzkrise: Wenn Banken krachen...
(Vortragsmitschnitt (ca. 28 Mbyte) und Ankündigungstext) 02.12.2008
Dr. Rolf Röhrig: Bürgerliche Ökonomie contra Marx: ein Leistungsvergleich.
(Vortragsmitschnitt (ca. 41 Mbyte) und Ankündigungstext) 20.11.2008
Dr. Peter Decker: Herrschaft, auf dem Willen der beherrschten beruhend - Freiheit und Eigentum - Gleichheit - Beherrschung des Gegensatzes der Konkurrenz
(Vortragsmitschnitt (ca. 22 Mbyte) und -->Transkript<--) 04.10.2008
Dr. Freerk Huisken: Jugendgewalt in Deutschland. Der Staat macht sich stark gegen seine Früchtchen. Ein Lehrstück über befugte und unbefugte Gewalt.
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext) 01.07.2008
Manfred Freiling: Wie Agrargeschäft und Versorgungsnöte zusammengehören und wie sie politisch betreut werden - ein Lehrstück in Sachen Reichtum und Armut im globalen Kapitalismus
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext) 26.06.2008
Dr. Egbert Dozekal: Wer verdient warum wie viel? Über die Einkommen im Kapitalismus und ihre Quellen - einschließlich der Kritik der verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen.
(Vortragsmitschnitt (ca. 36 Mbyte) und Ankündigungstext) 19.06.2008
Dr. Theo Wentzke: Die Finanzkrise - eine weitere Leistung des schnöden Mammons.
(Vortragsmitschnitt (ca. 35 Mbyte) und Ankündigungstext) 28.05.2008
Jonas Köper: Die Linke - das trostlose Angebot an Geschädigte, sie politisch zu betreuen und zu vertreten.
(Vortragsmitschnitt (ca. 41 Mbyte) und Ankündigungstext) 19.02.2008
Dr. Theo Wentzke: Die Moral - das gute Gewissen der Klassengesellschaft im Kapitalismus.
(Vortragsmitschnitt (ca. 33 Mbyte) und Ankündigungstext) 06.12.2007
Dr. Peter Decker: Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus.
(Vortragsmitschnitt (ca. 33 Mbyte) und Ankündigungstext und Zitate (korr.)) 25.10.2007
Dr. Freerk Huisken: Kritik - wie geht das?
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext) 24.04.2007
Dr. Theo Wentzke: Das Geld.
(Vortragsmitschnitt (ca. 34 Mbyte) und Ankündigungstext) 03.07.2007
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