Alle Parteien in Deutschland reden vom Aufschwung; die Regierung lobt sich, FDP und Grüne mäkeln, es könnte noch mehr sein.
Die Linke nicht. Sie ist anders. Sie will politischer Vertreter derer sein, bei denen – angeblich – „der Aufschwung nicht ankommt“ (Gysi): Prekär Beschäftigte, Niedriglöhner, Hartz-IV-ler, Armutsrentner, verkommende Familien und Kinder.
Von denen gibt es immer mehr. Offenbar wird bei allen, die von Lohnarbeit oder von aus Lohn finanzierten Einkommen leben müssen, die Existenz nicht besser, sondern fraglich, schlechter, ja gefährdet.
Das verführt die Linke aber nicht dazu, Deutschland, seinen Unternehmen und ihrem Aufschwung vorzuwerfen, sie kämen offenbar auf Kosten derer zustande, die von Arbeitseinkommen leben müssen.
Die Linke will nicht hetzen, sondern verspricht Hilfe durch die Politik.
So erfahren die Ausgenutzten und Opfer des Kapitalismus – die unten – durch die Linke, was sie brauchen und wählen dürfen: Eine „Partei der Kümmerer“ (Maurer), die sich an ihrer Stelle engagiert; die sich – oben – bei den Mächtigen für die Verdammten dieser Erde einsetzt; dafür, dass Arme als Arme im Kapitalismus ihre Armut überleben und bewältigen können. Wer braucht so was?
Die Linke antwortet: „Unsere Gesellschaft“, „unsere Demokratie“, „unser zukünftiges Zusammenleben“.
Solche Antworten auf die Zustände der herrschenden Gesellschaft sollen mal auf den Prüfstand.