kk-gruppe berlin

Vortrag und Diskussion
Referent: Theo Wentzke

Die Finanzkrise – eine weitere Leistung des schnöden Mammons

Verarmte Hausbesitzer in den USA sind mit der Bezahlung von insgesamt ein paar Mrd. $ ihrer Hypothekenraten in Rückstand geraten. Rund um den Globus werden Hunderte von Milliarden „wertberichtigt“, also vernichtet. Wie passt das zusammen?
Banken vergeben nicht bloß Immobilien- und andere Kredite; sie „verbriefen“ sie, bündeln Kredite zu Wertpapieren, die sie veräußern, und machen damit Milliarden. Wie können Banken etwas, das sie weggegeben haben, mit Gewinn zu Geld machen? Worin besteht der Wert von Papieren, die als grundsolide galten, wenn der sich über Nacht in nichts auflösen kann?
Bankenchefs wie Ackermann, die sonst immer ihre uneingeschränkte Handlungsfreiheit fordern und staatliche Regelungen als Geschäftsschädigung geißeln, rufen nun nach dem Staat. Und werden erhört!
Eine Aufstockung der Arbeitslosengelder, Renten und Pensionen in Höhe der Inflationsrate steht dem Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts entgegen, also erteilt der Finanzminister solchen Bedürfnissen eine Absage. Aber zugleich macht er für die bankrotte IKB Milliarden locker; pumpen die Staaten über ihre Zentralbanken Hunderte von Milliarden € Kredit zur Rettung der Finanzwelt in den Markt – weil die Banken einander für nicht mehr kreditwürdig halten.
Warum und wie wird die „Realwirtschaft“ (Produktion, Häuserbau, Konsum) vom Platzen der Spekulationsgeschäfte geschädigt? Woher kommt diese Macht des Finanzkapitals?