kk-gruppe berlin

Vortrag und Diskussion
Referent: Theo Wentzke

Das Geld

Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons

Geld muss man nicht erklären, man muss es haben; das versteht sich für lebenskluge Zeitgenossen von selbst. Wenn es am Geld etwas zu erklären gibt, dann, wie man am besten an möglichst viel davon herankommt: Ohne Moos nix los!
Das ist fatal. Denn wer dem unausweichlichen Zwang, Geld zu verdienen, nur die Ermunterung entnimmt, ihm möglichst erfolgreich nachzukommen, der bleibt in ein Zwangsystem der gesellschaftlichen Arbeitsteilung verstrickt, das ihm nicht wenig Sorgen aufnötigt. Außerdem macht er den gar nicht so unvermeidlichen Fehler, sich dazu kritiklos affirmativ zu stellen. Da helfen dann auch kein Ärger und keine Beschwerden mehr über den Stress beim Geldverdienen, über das wenig zufriedenstellende Resultat, über die hohen Preise, und überhaupt über das wenige Geld hier und den vielen Reichtum dort.
Wer sich das Geld nicht erklären will, soll über dessen ungleiche Verteilung nicht jammern. Umgekehrt: Wer nicht immer nur über die Sorgen mit dem Geld und seine ungerechte Verteilung klagen will, der sollte sich lieber das Geld erklären – und die mit ihm gültig gemachte ganz und gar nicht so vernünftige und sachnotwendige Produktionsweise. Dazu will die Veranstaltung beitragen.

Die Argumente können nachgelesen werden in:

Wolfgang Möhl / Theo Wentzke:
Das Geld – Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons
Gegenstandpunkt Verlag, München (162 Seiten, 15.– €, ISBN 978-3-929211-11-5)